Mumbai – Unser Tor nach Asien

Acht Stunden Flug liegen zwischen Europa und Mumbai, doch es kommt uns vor wie eine andere Welt. Bei der Landung haben wir einen unmittelbaren Blick auf die nah dem Flughafen gelegenen Slums. Die Fahrt zum Bahnhof treten wir in einer Rikscha an und auch nachts geht das Thermometer nicht unter 30 Grad. Kulturschock incoming!

Das Gateway of India ist ein Wahrzeichen Indiens.

Gateway of India am Hafen Mumbais

Eine Woche Umweg quer durch Europa spart 300€

Flüge nach Mallorca, Bangkok oder sogar Australien findet man von Deutschland zu Hauf… aber Indien? Die Auswahl war klein, die Preise zugegebenermaßen in Ordnung: 750€ für einen Gabelflug von Düsseldorf nach Mumbai und von Singapur zurück (Rückflug von Singapur? Mehr dazu gibt’s bald) . Mit dem studentischen Geldbeutel im Nacken ging die wilde Flugsuche nach dem Tiefstpreis trotzdem los. Das Ergebnis: Für 30€ von Köln nach Madrid, wo wir eine Woche bei Freunden verbrachten und den Clásico sahen. Im Anschluss ging es für 400€ über London nach Mumbai und von Singapur zurück – eine Ersparnis von ca. 300€. Unsere Asien Rundreise hatte also einen Start und ein Ziel!

Gateway of India – 40 Grad und Selfies mit Fremden

Direkt am ersten Tag war uns klar, dass wir bei unserer Reise nach Indien so einigen Klischees gegenübertreten würden – und verrückterweise sind viele davon wahr! Jede Straße war überfüllt mit Menschen, die uns anschauten als wären wir Promis oder Außerirdische. Zwischen den vereinzelt entdeckten Kühen auf der Straße (die dort wirklich herum laufen!) waren tatsächlich wir das Highlight, mit dem die Einheimischen Fotos schießen wollten. So kamen wir am Gateway of India, dem Pendant zum Pariser Arc de Triomphe, kaum zur Ruhe und wurden am laufenden Band nach Selfies gefragt. Familienväter, Schulklassen oder aufgeregte Kinder – alle wollten sie ein Erinnerungsfoto mit „den Weißen“. Ob unsere Gesichter noch heute eingerahmt in einigen indischen Wohnzimmern hängen?

 
 
 
 
 
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Vom Eindruck erschlagen – und vertrieben

Wir hatten schon so einige Reisen hinter uns und so auch den ein oder anderen Kulturschock. Aber Indien war anders. Ganz anders. Drei Tage hielten wir uns in der Metropole Mumbai auf, die als größte Stadt des Landes gleichzeitig das Finanzzentrum, kommerzielle Hauptstadt und Handels-Knotenpunkt nach Europa darstellt. Das ehemalige Bombay zählt 18,5 Millionen Einwohner allein im Kerngebiet, weitere sechs Millionen gehören zum erweiterten Ballungsraum. Easy-peasy dachten wir trotzdem und gingen, wie bei unseren Trips üblich, völlig selbstverständlich durch alle möglichen Gassen, auf versteckte Märkte – und bereuten es schnell. Zwischen Krimskrams und gefälschten Klamotten wurden Hühner geschlachtet und spätestens beim einhundertsten „Can I help you? What do you want? “ war die Shoppingtour zum Spießroutenlauf verkommen. Also runter von der Straße in den nahe gelegenen Park – um bei 40 Grad die Logik hinter dem Nationalsport Cricket zu suchen – und nicht zu verstehen. Auch wenn die ersten Tage überwiegend aufregend und spannend waren, wurde uns hier schnell klar, dass wir mehr von Indien sehen wollten als nur die großen, überfüllten Städte.

Eines der wohl informellsten Länder der Welt

Sandwich am offenen Fenster, Bananen vom Boden, SIM-Karte in der Garage und ein Bus am anderen Ende der Stadt. Klingt zunächst kurios, erwiesen sich aber als unsere wichtigsten Einkäufe vor unserer Abreise aus Mumbai. Erstaunlicherweise hat alles, trotz einem Haufen Skepsis, mehr oder weniger reibungslos funktioniert. Ohne Frühstück im Hostel waren wir auf Street Food angewiesen, obwohl doch jeder Reiseführer davon abrät. Halbwegs zufällig hatten wir einen SIM-Tarif mit unglaublichen 56 Gigabyte für umgerechnet 8€ ergattert. Und unser Bus in Richtung Süden sollte am nächsten Tag fahren, allerdings gab es nur eine ungefähre Uhrzeit und keine konkrete Haltestelle. „Lasst euch zu dieser Kreuzung bringen, gegenüber vom Geschäft XY fährt der Bus“ – Klar, danke… Irgendwie erklärten wir unserem Rikscha-Fahrer wo wir hin wollten und irgendwann fanden wir auch jemanden, der uns unseren Bus zeigte – denn eine Busnummer gab es nicht. Ob der Bus uns aber auch an unser eigentliches Ziel brachte? Das gibt es im nächsten Beitrag zu lesen! Stay tuned!

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