Trier – Auf den Spuren der Römer

In Trier, der ältesten Stadt Deutschlands, findet man vor allem eines: Geschichte. Wie so häufig in Europa waren es die alten Römer, die den Grundstein für das heutige Trier legten – noch bevor Rom selbst gegründet wurde! Wir nehmen euch mit auf eine kleine Altstadttour zwischen Porta Nigra, Trierer Dom und Kaisertherme. In den Badelatschen Fußspuren der Römer durch die Universitätsstadt Trier.

Zeitreise in nur 3 Stunden

Den Tag der deutschen Einheit am Donnerstag nutzten wir für ein verlängertes Wochenende in Rheinland-Pfalz, ehe es zum das alljährlichen Familientreffen – dieses Jahr an der Mosel – ging. Früh morgens setzten wir uns in Köln in den ICE nach Koblenz, weiter ging es mit dem RE bis nach Trier. Unsere vollgepackten Koffer verstauten wir im Bahnhofsschließfach und nur mit einem Rucksack bestückt machten wir uns auf in die Altstadt Triers – zu unserem Glück hatte der Regen vorerst Gnade mit uns. Da wir nur einen Tag für Trier hatten und das Wetter nicht allzu erfolgsversprechend aussah, hatten wir zusätzlich zum Sightseeing noch einen Spa-Nachmittag in der städtischen Therme geplant. Erst holten wir uns eine kalte Nase, dann eine riesige Portion Entspannung und Wellness-Feeling.

Trier Palastgarten

Zwischen Porta Nigra und Kaisertherme

Nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt starteten wir unseren Tag an der Porta Nigra (lasst euch vom ernüchternden Anblick des Hauptbahnhofs nicht einschüchtern und freut euch auf uriges Altstadt-Feeling). Neben einigen verkabelten Touri-Gruppen samt Reiseführer und obligatorischem, hoch in die Luft gestreckten „Wiedererkennungs-Regenschirm“ erwartet euch am Ausgangspunkt jedes Rundgangs eine kleine Touristeninfo – hier gibt es alle notwendigen Informationen und die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Touren und Rundgänge zu buchen. Ein Highlight für Familien mit Kindern oder einfach diejenigen unter euch, die zu faul zum Laufen sind, dürften die Stadtrundfahrten im Römer-Express sein. Jede Stunde (im Sommer zweimal stündlich) fährt die rotgelbe Bimmelbahn direkt an der Porta Nigra ab und bringt euch zu den wichtigsten Punkten der Trierer Stadtgeschichte. Wir bevorzugten es, auf eigene Faust durch die kleinen Gassen zu schlendern und wurden prompt belohnt. Hungrig ignorierten wir, auf der Suche nach Kaffee und dem zweiten Frühstück, den historischen Hauptmarkt und zogen zielstrebig aber auch planlos durch die Gassen. Prompt stießen wir auf das unscheinbare FUN Pfannkuchenhaus, welches uns mit Kantinen-Look und verwirrender Pasta-Pancake Kombi zwar irritierte, aus genau diesem Grund aber auch neugierig machte. Ein Wort Leute: POFFERTJES! Die niederländische Spezialität erinnert an kleine, dicke Pfannekuchen und schmeckt wie der beste Teil einer mit viel Puderzucker gesegneten Waffel. Ein wahrer Genuss!
 
Weiter ging es zur Konstantinbasilika, die zu unserem Bedauern aufgrund von Renovierungsarbeiten leider von allen Seiten in Baugerüsten eingekleidet war. Direkt nebenan stand zur Zeit unseres Besuchs der größte mobile Aussichtsturm der Welt: City Skyliner. In bis zu 72m Höhe hat(te) man hier die Möglichkeit, weit über die Stadtgrenzen hinaus zu blicken und spektakuläre Fotos aus der Vogelperspektive zu schießen. Ein toller Spot für Fotos und Architekturfans ist außerdem das Kurfürstliche Palais mit seinem üppigen Stadtgarten, der zu langen Spaziergängen einlädt. Hieran anschließend finden sich die Überreste einer ehemaligen römischen Badeanlage, die sogenannten Kaiserthermen. Die Thermen gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählen zu den größten römischen Thermen nördlich der Alpen – ein Muss für alle Historiker oder Lateinfahrt-Betreuungslehrer!
Die bis zu 19 Meter hohen Außenmauern waren zwar durchaus imposant, doch der mit Badesachen gepackte Rucksack und der sich anbahnende Regen trieben uns schnurstracks in die heutigen Thermen: Den SaunaGarten hatten wir bereits online recherchiert und freuten uns auf entspannte Stunden. Für 17,50€ genossen wir gut 3 Stunden Sauna, Schwimmbad, Dampfbad und Co., ehe wir uns mit einer Pizza bewaffnet zu unserem AirBnb aufmachten.

Must See in Trier

Römische Geschichte in Stein gemeißelt

  • Kaiserthermen
  • Porta Nigra
  • Konstantinbasilika
  • Römer Brücke
  • Trierer Dom
  •  Amphitheater
  • Hauptplatz

Fazit:

Trier ist eine gemütliche Stadt mit viel Geschichte – aber auch Leben! Kunsthistoriker, Latein-Klassenfahrten und Architekturliebhaber kommen ebenso auf ihre Kosten, wie junge, reiselustige Menschen. Der Hauptmarkt verwandelt sich Abends oft zu einem Treffpunkt für Weinliebhaber und die vielen Studentenbars sorgen für Abwechslung zur Geschichte der Römer. Auch wenn die Highlights in Trier eher „toter Stein“ statt des bunten Treibens sind, war Trier ein schöner Zwischenstopp auf dem Weg zum Moselwochenende – nicht mehr, und nicht weniger.

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